StartAbfall-Info:
 

Gewerbe

Unternehmen und alle Einrichtungen anderer Herkunftsbereiche sind gesetzlich verpflichtet, sich an die kommunale Restmüllabfuhr anzuschließen.

 

Unternehmen müssen Bioabfälle getrennt erfassen, wenn Bioabfall im Unternehmen anfällt und dieser nicht kompostiert wird. Hierzu kann eine Biotonne des Landkreises bestellt werden. Für Gastronomie und Lebensmittelbetriebe gelten Sonderregelungen.

 

 Rechtsgrundlage

Der Anschluss an die kommunale Restmüllabfuhr ist für alle Selbständigen, Unternehmen und Einrichtungen anderer Herkunftsbereiche (auch Verwaltungen, Vereine, Verbände, etc.) verpflichtend (§ 17 Abs. 1, S. 2 KrWG). Gemäß § 7 GewAbfV ist mindestens ein kommunaler Restmüllbehälter zu nutzen.

 

Für Klein- und Kleinstunternehmer besteht die Möglichkeit der Mitbenutzung vor Ort vorhandener häuslicher Abfallbehälter, wenn nur eine geringe Menge anfällt. Es kann dann eine Behältergemeinschaft gegründet werden.

 

 Bedarfsanfrage/Anmeldung für neue Tonnen

Jeder Gewerbebetrieb und jede Einrichtung aus einem anderen Herkunftsbereich erhält ab Ende Februar bis Mitte April 2022 ein Anschreiben, das über die neuen abfallwirtschaftlichen Leistungen informiert und meldet dann innerhalb von vier Wochen die gewählten Leistungen verbindlich an.

 

Sie füllen das dem Anschreiben beigelegte Formular aus oder nutzen das Online-Formular in ihrem persönlichen Kundenkonto mit Ihrer neuen Kundennummer und dem persönlichen Passwort und bestellen verbindlich die gewünschte Kombination aus Restmüll- und Bioabfalltonne, geben an, ob die alten Tonnen im Januar/Februar 2023 freiwillig gebührenfrei abgeholt und verwertet werden sollen und können ein SEPA-Mandat (Einzugsermächtigung) erteilen.

 

Optional können Sie auf dem Formular eine Behältergemeinschaft für die Restmüll- und/oder Biotonne gründen.   

 

Sie haben keine Bedarfsanfrage erhalten? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
Kundencenter 0731 185-3333

 

 Behältergemeinschaft beantragen

Wenn auf einem Grundstück sowohl Haushalts-Restmüll als auch Gewerbe-Restmüll anfällt, muss zusätzlich zur privaten Restmülltonne auch eine Tonne für den gewerblichen Restmüll (=gewerblicher Siedlungsabfall) bereitgestellt werden.

 

Für Klein- und Kleinstunternehmer besteht auf Antrag bei der Bedarfsanfrage die Möglichkeit der Mitbenutzung der privaten Restmülltonne vor Ort, wenn nur eine geringe Menge an Gewerbe-Restmüll anfällt.

Für die Mitbenutzung ist eine Zusatzgebühr von 47,04 € pro Jahr zu zahlen. Die Gebühr ist niedriger als die Zusatzgebühr bei einer Behältergemeinschaft für Haushalte, weil Leistungen wie die Problemstoffentsorgung oder die gebührenfreie Sperrmüll- oder Grüngutentsorgung hier nicht enthalten sind.

 

Die Zusatzgebühr von 47,04 € pro Jahr fällt für die weiteren gewerblichen Mitglieder auch an, wenn sich ausschließlich gewerbliche Nutzer zu einer Behältergemeinschaft zusammenschließen.

 

Wie bei der Behältergemeinschaft mehrerer Haushalte bestellt einer der Benutzer die Tonne und ist damit der Vorstand der Behältergemeinschaft und der Rechnungsempfänger für die Jahres- und Leerungsgebühr.

 

WICHTIG:

Der Vorstand der Behältergemeinschaft muss in jedem Fall mit seiner Unterschrift auf dem Bestellformular sein Einverständnis zur Behältergemeinschaft geben.
 

Wie die Kosten der Jahres- und Leistungsgebühr (Leerungsgebühr) auf die Mitglieder verteilt werden, bleibt Sache der Behältergemeinschaft.

 

 Leistungsangebot für das Gewerbe

Neben der Rest- und Bioabfallsammlung sind die angeschlossenen Gewerbebetriebe zur Nutzung der Entsorgungszentren und Grünabfallsammelplätze (gegen Gebühr) berechtigt. Neben den gebührenpflichtig zu verwertenden Abfällen können Gewerbebetriebe auf den Entsorgungszentren folgende Wertstoffe gebührenfrei abgeben:

  • Papierabfälle (Papier, Pappe, Karton),
  • Altholz (Kategorie A I bis III) ohne Glasinhalt und in Einzelteile zerlegt mit max. Kantenlänge 2 m,
  • Verwertbarer Bauschutt (in Kleinmengen bis 100 l je Anlieferung),
  • Batterien,
  • Textilabfälle,
  • Elektrokleingeräte,
  • Lampen.
 

 Bioabfälle Gastronomie, Lebensmittelbetriebe

Gastronomie, Werks- und Schulkantinen, Bistros, Imbisse etc. benötigen nach EU-Recht eine qualifizierte Speiseresteentsorgung. Die Entsorgung darf nicht über eine Biotonne erfolgen!

 

Im Regelfall können Küchen- und Speiseabfälle pflanzlicher Herkunft aus der Gastronomie (Obst-, Gemüse- und Salatabfälle, Kartoffelschalen, Brot und anderes) über die Biotonne entsorgt werden. Die Beseitigung von Küchen- und Speiseabfällen tierischer Herkunft (sogenanntes K3-Material) über die Biotonne oder die Restmülltonne ist nicht zulässig! Die Nutzung einer Biotonne ist daher nur möglich, wenn eine zusätzliche Speiserestetonne vorhanden ist.

 

Zur Liste der in Deutschland zugelassenen und registrierten Entsorger

Entsorgung für tierische Nebenprodukte (K3-Material) gemäß Artikel 23 und 24 der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009

 

(BW S. 29-31; BY S. 31-34)

 

Neue Restmülltonnen

Alles Wichtige über die neuen Restmülltonnen.

Neue Bioabfalltonnen

Wissenswertes rund um die neuen Bioabfalltonnen.