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Häufig gestellte Fragen

Hier haben wir alle Fragen zusammengestellt und beantwortet, die uns häufig per E-Mail oder am Telefon gestellt werden. 

 

 Das neue System

 Warum übernimmt der Landkreis die abfallwirtschaftlichen Aufgaben der Kommune?

Der Kreistag des Alb-Donau-Kreis hat sich gemeinsam mit den Kommunen dazu entschieden, die Abfallwirtschaft auf den Landkreis zu übertragen. Die Gründe für die Entscheidung im Jahr 2018 waren im Wesentlichen die gestiegenen abfallrechtlichen Anforderungen an die Getrenntsammlung, im Besonderen die flächendeckende Einführung der Biotonne. 

 

 Was sind die wesentlichen Änderungen für mich als Bürgerin oder Bürger?

  • einheitliche Standards im gesamten Landkreis 
  • flächendeckende Einführung der Biotonne
  • neue Restmülltonnen für jeden Haushalt 
  • Wahlmöglichkeit bei der Tonnengröße (Restmüll und Bioabfall)
  • verursachungsgerechtes Gebührensystem (Restmüll)
  • Behältergemeinschaften können gebildet werden 
  • 1x im Jahr gebührenfrei Sperrmüll abholen lassen oder zum Entsorgungszentrum bringen 
  • kreisweites Bringsystem mit großem Annahmespektrum: Alle Entsorgungseinrichtungen sind für alle Kreisbewohnerinnnen und -bewohner nutzbar
  • 1x pro Quartal ist auf allen sechs Entsorgungszentren die Problemstoffsammlung möglich sowie bei der jährlichen Sammeltour im Herbst
  • Kundencenter 
  • Internet 
 

 Bleibt der Wertstoffhof oder Grünabfallsammelplatz in meiner Kommune bestehen?

Die heutigen Grünabfallsammelplätze und Wertstoffhöfe bleiben größtenteils bestehen, teilweise werden neue Entsorgungseinrichtungen errichtet, um ein flächendeckendes Netz mit kurzen Wegen zu bilden. Zusätzlich werden sechs Entsorgungszentren errichtet, welche umfassende Entsorgungsmöglichkeiten mit komfortablen Annahmezeiten sicherstellen. 

 

 

 

 Was bedeutet für mich die flächendeckende Einführung einer Biotonne?

Ab 2023 werden in allen Städten und Gemeinden des Alb-Donau-Kreises Bioabfälle getrennt gesammelt. Grundlage ist das von der Bundesregierung beschlossene Kreislaufwirtschaftsgesetz, das eine verpflichtende Getrenntsammlung von Bioabfällen vorsieht. Der Alb-Donau-Kreis setzt diese Vorschrift ab dem 1. Januar 2023 um. 

 

Neben der Biotonne ist die Kompostierung im eigenen Garten weiterhin zulässig, sofern der erzeugte Kompost auf dem eigenen Grundstück sicher verwertet wird. Da häufig nicht alle Bioabfälle auch auf dem Kompost im Garten verwertet werden, kann die Biotonne die Eigenkompostierung auch sehr gut ergänzen. 

 

 Bin ich zur Nutzung einer Biotonne verpflichtet?

Grundsätzlich ist die getrennte Sammlung von Bioabfällen verpflichtend, da Bioabfälle nicht als Restmüll verbrannt werden dürfen. Der Landkreis bietet die Möglichkeit, sich von der Bioabfallsammlung zu befreien, wenn die Abfälle im eigenen Garten kompostiert und im eigenen Garten verwertet werden können. Hierzu müssen Sie bei der Bedarfsanfrage die entsprechende Erklärung unterschreiben. 

 

 Wie erhalte ich meine neuen Abfallbehälter?

Der Landkreis hat bis Ende April alle Haushalte und Gewerbetreibenden angeschrieben. Darauf haben sich rund 70 Prozent zurückgemeldet. Mitte Juni ging das zweite Anschreiben an 20.000 Haushalte und Gewerbebetriebe raus, deren Bedarfsmitteilung uns noch nicht erreicht hat oder die neu in den Alb-Donau-Kreis gezogen sind. 

Mittels des beigelegten Bestellformulars können Sie verbindlich die gewünschten Tonnen bestellen. 

Wichtig: Nur wer sich innerhalb der Frist zurückmeldet, bekommt seine Tonnen sicher gebührenfrei. Geleert werden ab 2023 nur noch die neuen Restmüllbehälter. 

 

 Wann erhalte ich meine Behälter und ab wann darf ich die neuen Behälter nutzen?

Die neuen Tonnen werden ab September 2022 ausgeliefert. Über den Auslieferungstermin werden wir Sie rechtzeitig informieren. Ab dem 01.01.2023 darf die alte Tonne nicht mehr genutzt werden. Ab dann stellen Sie die neue Tonne zur Leerung bereit. 

 

 Ist eine Behältergemeinschaft auch separat für die Biotonne möglich?

Eine Behältergemeinschaft ist auch separat nur für die Biotonne möglich. Im Unterschied zur Restmüll-Behältergemeinschaft fällt hier für die weiteren Nutzer keine Zusatzgebühr an. Bei zum Beispiel zwei Teilnehmern halbiert sich so die jährliche Gebühr. 

 

 Kann man die Tonnen gemeinsam nutzen?

Sie können mit einem oder mehreren Nachbarn Ihre Restmüllbehälter und/oder die Biotonne gemeinsam nutzen.  

Einer der gemeinsamen Nutzer bestellt die Tonne (Bedarfsanfrage) und ist damit Vorstand der Behältergemeinschaft und der Rechnungsempfänger für die Jahres- und Leerungsgebühr. 

 

WICHTIG:

Der Vorstand der Behältergemeinschaft muss in jedem Fall mit seiner Unterschrift auf dem Bestellformular des Mitglieds sein Einverständnis zur Behältergemeinschaft geben. 

 

Wie die Kosten der Jahres- und Leistungsgebühr (Leerungsgebühr) auf die Mitglieder verteilt werden, bleibt Sache der Behältergemeinschaft. 

 

Tipp: 

Bei einer Behältergemeinschaft für die Biotonne fällt für die weiteren Nutzer keine Zusatzgebühr an. Bei z.B. zwei Teilnehmern halbiert sich so die jährliche Gebühr. 

 

 Wie groß sind die neuen Tonnen und Behälter?

Stellt sich im Laufe der Zeit heraus, dass Ihre Restmüll- und Bioabfalltonne zu groß oder klein ist, können Sie über das Kundencenter (kundenservice@aw-adk.de/0731 185-3333) einen Tonnentausch in Auftrag geben. Das dauert meist nur wenige Tage. Für den Tausch wird eine Gebühr von 22,05 Euro beziehungweise 31,50 Euro (1.100l-Behälter) erhoben. Die neuen Tonnen/Behälter werden zu Ihnen geliefert. 

 

Informationen zur Größe der neuen Tonnen und Behälter finden Sie unter 

 

 

 

 Was passiert mit den alten Restmüll- und Bioabfalltonnen?

Wenn Sie uns beauftragt haben, die alten Behälter einzusammeln, werden die Altbehälter Anfang 2023 abgeholt. Der Termin wird Ihnen rechtzeitig schriftlich bekanntgegeben. Die Firma ESE produziert nicht nur die neuen Restmüll- und Bioabfalltonnen, sondern verwertet auch die alten. Diese werden in Ulm geschreddert und gewaschen. Das entstandene Granulat wird wieder zur Tonnenherstellung verwendet -  auch für die Tonnen im Alb-Donau-Kreis. Das sogenannte Regranulat ist zur Herstellung der neuen Abfallbehälter zugelassen. Damit entsprechen die Behälter dem Umweltlabel Blauer Engel. 

Aufkleber zur Kennzeichnung der alten Tonnen und Behälter, die 2023 abgeholt werden sollen, werden Ihnen mit einem Anschreiben Ende August 2022 zugeschickt. Zusätzlich können die alten Tonnen später immer gebührenfrei auf den Entsorgungszentren abgegeben werden. 

 

 Warum können die alten Behälter nicht weiter genutzt werden?

Im Landkreis kommen aktuell sehr unterschiedliche Tonnen zum Einsatz. In manchen Städten und Gemeinden im Alb-Donau-Kreis wird der Müll noch über radlose Rundtonnen entsorgt, die arbeitsschutzrechtlich nicht mehr zugelassen sind. Zudem sind die neuen - dann einheitlichen - Restmüllbehälter und Bioabfalltonnen mit einem speziellen Chip ausgerüstet, der unter anderem die exakte Erfassung der Leerungen pro Jahr ermöglicht. Beim Restmüll werden so nur die Leerungen abgerechnet, die tatsächlich anfallen - mindestens aber sechs pro Kalenderjahr. 

 

 Wie werden die Leerungen pro Jahr exakt erfasst?

Alle Restmüllbehälter sind mit einem Chip ausgestattet, der jede Leerung exakt erfasst. Abgerechnet werden pro Jahr nur die tatsächlich erfolgten Leerungen. Mindestens aber sechs pro Kalenderjahr. Auch die Bioabfalltonne verfügt über einen Chip. Hier werden aber pro Leerungen keine zusätzlichen Gebühren fällig. 

 

 Was passiert, wenn ich umziehe?

  • Umzug: Wer innerhalb des Alb-Donau-Kreises umzieht, nimmt seine Tonnen mit (Ausnahme beispielsweise Behältergemeinschaften in Mehrfamilienhäusern). Der Chip ordnet die Tonnen und Behälter einem Nutzer und keiner Adresse zu. Bitte melden Sie sich bei unserem Kundencenter unter kundenservice@aw-adk.de oder telefonisch unter 0731 185-3333. 
  • Zuzug: Ziehen Sie neu in den Alb-Donau-Kreis melden Sie sich bitte bei uns, damit wir Ihnen Ihre Restmüllbehälter und Bioabfalltonnen liefern können. Das Kundencenter hilft Ihnen weiter. 
  • Wegzug: Verlassen Sie den Alb-Donau-Kreis, melden Sie sich bitte bei uns ab. Wir holen Ihre Tonnen ab. Auch hier ist das Kundencenter der richtige Ansprechpartner.
 

 Zusatzleistungen

 Wird es eine Abfall-App geben?

Ja. Die App mit Erinnerungsfunktion, damit niemand die Abfuhrtermine versäumt, ist ab 2023 in den App-Stores verfügbar. 

 

 Wie komme ich an einen Filterdeckel für die Bioabfalltonne?

Die Bioabfalltonne kann mit einem sogenannten Biofilterdeckel nachgerüstet werden. Für den Deckel inklusive Filtermaterial (ausreichend für die erste Befüllung) wird je Deckel eine Zusatzgebühr von 28,35 Euro erhoben. Gibt der Nutzer die Tonne zurück, kann der Biofilterdeckel abmontiert werden, alternativ geht er in das Eigentum des Landkreises über. Der Biofilterdeckel schließt den Deckel durch eine Gummidichtung sehr dicht ab und hält so Geruchsstoffe ab. Das reduziert die Geruchsbildung. 

Die Filterdeckel sind bestellbar im Kundencenter unter 0731 185-3333 oder per E-Mail an kundenservice@aw-adk.de

 

 Wie werden die Abfuhrtermine bekanntgegeben?

Jeweils am Ende des Jahres (erstmals Ende 2022) wird an alle Haushalte und Gewerbetreibenden im Landkreis ein Abfallkalender verschickt. Neben der Abfuhr des Restmülls sind beispielsweise auch die Leerungstermine vom Bioabfall, die Grüngutsammlungen und die Abfuhr des Gelben Sacks aufgelistet. 

Zusätzlich informieren wir über die Abfall-App (ab Ende des Jahres im App-Store abrufbar) und auf der Website über Ihre Abfuhrtermine. 

 

 Gibt es ein Schloss für die Behälter?

Ja. Gegen eine jährliche Zusatzgebühr von 3,60 Euro kann die Tonne mit einem Schwerkraftschloss ausgestattet werden. Die Schlösser können über das Kundencenter (kundenservice@aw-adk.de oder unter 0731 185-3333) bestellt werden. 

 

 Ist ein Vollservice möglich?

Ja. Im Rahmen des Vollservice werden Restmüll- und Bioabfalltonnen (40-240 Liter) gegen eine jährliche Gebühr von 22,40 Euro im Vollservice entleert. Sie werden von einem festgelegten Ort auf dem Grundstück abgeholt und nach der Leerung dorthin zurückgebracht. 1.100 l-Behälter werden immer im Vollservice entleert. Der Vollservice kann über das Kundencenter telefonisch 0731 185-3333 oder per E-Mail an kundenservice@aw-adk.de gebucht werden. 

 

 Was tun mit den alten Tonnen?

Vom Landkreis erhalten Sie neue Tonnen. Die Tonnen sind Eigentum des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Alb-Donau-Kreis. Sie werden ab September 2022 an die Haushalte im Alb-Donau-Kreis ausgeliefert. Über den Ausliefertermin werden Sie rechtzeitig informiert. Auf Wunsch wird Ihre bisherige Restmülltonne ab Januar 2023 gebührenfrei vom Landkreis abgeholt und verwertet (bitte auf der Bedarfsanfrage angeben). 

Zusätzlich können Sie die alten Tonnen gebührenfrei auf den sechs Entsorgungszentren (ab 2023) abgeben. 

 

 Alles rund um die Bioabfalltonne

 Wie bleibt meine Biotonne sauber?

Bitte stellen Sie die Biotonne an einen schattigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Halten Sie den Deckel geschlossen, wickeln Sie Bioabfälle in saugfähiges Zeitungspapier ein und befüllen Sie die Tonne locker. Im Sommer empfiehlt es sich, die Tonne mit Wasser (zum Beispiel mit dem Gartenschlauch) regelmäßig auszuspülen.

 

 Ich habe einen Kompost im eigenen Garten - warum trotzdem eine Biotonne?

Einige Küchenabfälle wie Fleischreste, behandelte Zitrusfrüchte oder sonstige gekochte Speisereste sollten nicht im Garten kompostiert werden. Die Biogas-Verwertungsanlage kann diese Abfälle zuverlässig verwerten. Wer selbst kompostiert, muss darauf achten, dass keine Fäulnisprozesse entstehen und kein klimaschädliches Methan entsteht. Dafür muss das Kompostmaterial ausreichend durchlüftet werden. 

 

 Unter welchen Voraussetzungen kann ich von der Biotonne befreit werden?

Sie müssen (bei der Bedarfsanfrage) eine Erklärung unterschreiben, dass Sie das anfallende Kompostmaterial auf Ihrem eigenen Grundstück verwerten können. 

 

 Besteht der Anschluss- und Benutzungszwang auch für Gewerbebetriebe (Gastronomie, Kantinen, Lebensmittelbetriebe)?

Wenn in einem Gewerbebetrieb Bioabfall anfällt (beispielsweise Reste von mitgebrachten Pausenvespern der Beschäftigten, Reste von Büropflanzen, geringe Mengen Rasenschnitt, etc.), muss der Bioabfall getrennt gesammelt werden. Hierzu kann eine Biotonne des Landkreises genutzt werden.

Anders ist das bei Gastronomiebetrieben, Werks- und Schulkantinen, Bistros, Imbissen, etc.: Sie benötigen nach EU-Recht eine qualifizierte Speiseresteentsorgung.